Ratgeber · Hausverkauf

Haus vor dem Verkauf entrümpeln: lohnt sich das?

Meistens ja. Käufer rechnen sichtbare Arbeit gedanklich vom Preis ab, und dieser Abschlag fällt erfahrungsgemäß größer aus, als das Räumen tatsächlich kostet. Ein leeres, sauberes Haus mit gepflegtem Außenbereich fotografiert sich besser und verhandelt sich besser. Eine klare Ausnahme gibt es: beim Abriss- oder Kernsanierungsobjekt lohnt der Aufwand nicht.

Aus der Praxis von DirektErledigt · Rundum-Service in Weiden i.d.OPf. und der Nordoberpfalz.

Lohnt es sich wirklich, vor dem Verkauf zu räumen?

In den allermeisten Fällen ja, und der Grund ist weniger Geschmack als Rechnen.

Ein vollgestelltes Haus zwingt jeden Interessenten zu einer Schätzung: Was kostet es mich, das hier leerzuräumen und sauber zu bekommen? Diese Schätzung fällt fast immer großzügig aus, weil niemand gern ein Risiko einpreist, das er nicht kennt. Der geschätzte Betrag landet dann als Abschlag im Verhandlungsgespräch. Er fällt erfahrungsgemäß höher aus als das, was die Räumung tatsächlich kostet.

Rechnen Sie es einmal gegeneinander: Ein mittleres Haus geräumt und entsorgt liegt bei 3.300 bis 4.500 €, ein Betrag, den Sie vorher schriftlich kennen. Der Abschlag, den ein Interessent für dieselbe Arbeit im Kopf ansetzt, ist dagegen weder verhandelt noch belegt, und er wird beim Preis abgezogen statt bei der Arbeit. Wie hoch er ausfällt, kann Ihnen niemand seriös vorrechnen. Kalkulierbar ist nur die eine Seite.

Dazu kommt der praktische Teil: die Fotos. Volle Räume wirken auf Bildern kleiner, dunkler und ungepflegter, als sie sind. Ein Exposé mit leeren, hellen Räumen bringt mehr Anfragen, und mehr Anfragen erzeugen Wettbewerb. Genau darüber entscheidet sich am Ende der Preis.

Ehrlich dazugesagt: Eine garantierte Wertsteigerung gibt es nicht, und wer Ihnen eine verspricht, verspricht zu viel. Auf unserer Seite Wert Ihrer Immobilie steigern nennen wir die Spanne „bis zu 15 %“. Das ist ein Erfahrungswert für günstige Einzelfälle, keine Zusage und kein Durchschnitt. Was bei Ihrem Objekt herauskommt, hängt von Lage, Zustand und Nachfrage ab.

Was kostet es, ein Haus verkaufsfertig zu machen?

Das hängt vor allem am Füllgrad, an Etage und Zugang, am Entsorgungsaufwand und daran, wie sauber am Ende übergeben werden soll. Zur Orientierung, als Anhaltswert und nicht als Angebot:

  • Mittleres Haus (120 bis 180 m²): 3.300 bis 4.500 €, geräumt und mit Entsorgung.
  • 3-Zimmer-Wohnung (ca. 75 m²): 1.650 bis 2.250 €, ebenfalls mit Entsorgung.
  • Mindestauftragswert: 350 €. Kleinere Arbeiten bündeln wir deshalb gern in einem Termin.

Alle genannten Beträge sind Endpreise. Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG weisen wir keine Umsatzsteuer aus. Verbindlich wird es erst mit dem schriftlichen Festpreis nach der kostenlosen Besichtigung. Vorher nennen wir bewusst keine Pauschale ins Blaue, weil kein Haus wie das andere ist.

Zwei Dinge senken den Preis spürbar: Alles gut Erhaltene rechnen wir an, und wer den Innenbereich, die Reinigung und den Außenbereich in einem Auftrag vergibt, spart die doppelte Anfahrt und die Abstimmung zwischen mehreren Firmen. Eine ausführliche Aufschlüsselung der Preisfaktoren steht im Ratgeber Was kostet eine Haushaltsauflösung?

In welcher Reihenfolge geht man am besten vor?

Die Reihenfolge klingt banal, sie ist aber der häufigste Fehler. Vor allem der Fototermin wandert oft viel zu weit nach vorn.

  1. Sichten und sichern. Papiere, Fotoalben, Schmuck, Bargeld, Versicherungsunterlagen. Alles, was persönlich oder wichtig ist, kommt zuerst zur Seite, nicht zuletzt.
  2. Verwertbares aussortieren. Möbel, Werkzeug, Hausrat. Was noch etwas wert ist, wird angerechnet, statt entsorgt zu werden.
  3. Räumen und entsorgen. Vom Dachboden bis zur Garage, einschließlich Keller, Schuppen und Speicher.
  4. Reinigen. Erst wenn alles draußen ist, lohnt sich das Putzen. Andersherum putzen Sie zweimal.
  5. Außenbereich in Form bringen. Rasen, Hecken, Wege, Einfahrt, Hof.
  6. Erst jetzt: Fotos und Exposé. Und danach die Besichtigungen.

Wenn Ihr Makler schon einen Fototermin im Kalender hat, sagen Sie uns das Datum. Dann planen wir rückwärts.

Besenrein oder grundgereinigt: was braucht ein Verkaufsobjekt?

Die beiden Begriffe werden ständig verwechselt, und beim Verkauf zielen sie auf völlig verschiedene Dinge.

Besenrein ist der Standard aus dem Mietrecht: leer und grob sauber. Das reicht, wenn Sie einem Vermieter übergeben. Was genau dahintersteckt, steht im Ratgeber Wohnung besenrein übergeben.

Beim Verkauf zählt der Eindruck, und der entsteht auf dem Foto und in den ersten dreißig Sekunden der Besichtigung. Dafür lohnt sich mehr als besenrein: Böden, Bäder und Küche gründlich, vor allem aber die Fenster. Saubere Fenster bringen Licht in die Räume, und Licht ist auf Immobilienfotos der Unterschied zwischen „klein und dunkel“ und „hell und großzügig“. Der Aufwand dafür ist gemessen am Verkaufspreis gering.

Ausnahme: Steht ohnehin eine Kernsanierung an, genügt besenrein. Dann investieren Sie in eine Oberfläche, die der Käufer sowieso herausreißt.

Zählt der Garten beim Hausverkauf wirklich mit?

Ja, und zwar früher als das Haus selbst. Wer sich durch eine vermooste Einfahrt und einen zugewachsenen Vorgarten zum Eingang arbeitet, hat sein Urteil meist schon gefällt, bevor die Haustür überhaupt aufgeht.

In der Nordoberpfalz kommt eine regionale Eigenheit dazu: Viele Häuser hier stehen auf großen Grundstücken mit altem Baumbestand. Die Region liegt vergleichsweise hoch und grenzt an den Oberpfälzer Wald, das Wachstum startet später als in tieferen Lagen, dafür fällt im Herbst deutlich mehr Laub- und Schnittarbeit an. Ein Grundstück, das ein, zwei Jahre unbewohnt war, sieht deshalb schnell nach Arbeit aus, obwohl meist ein Einsatz genügt, um es wieder in Form zu bringen.

Beim Heckenschnitt gilt eine gesetzliche Grenze, die viele überrascht: Vom 1. März bis zum 30. September ist nach § 39 Abs. 5 BNatSchG nur ein schonender Form- und Pflegeschnitt erlaubt. Ein starker Rückschnitt, also das Abschneiden oder Auf-den-Stock-Setzen, ist ausschließlich vom 1. Oktober bis Ende Februar zulässig. Wer verkaufen möchte und die Hecke wirklich in Form bringen will, plant diesen Schnitt also ins Winterhalbjahr. Wir sagen Ihnen vor dem Termin, was gerade zulässig ist, und planen entsprechend.

Wann lohnt sich der Aufwand nicht?

Es gibt Fälle, in denen wir selbst abraten. Sie stehen hier, weil eine ehrliche Antwort mehr wert ist als ein Auftrag:

  • Abrissgrundstück. Wenn nur der Boden verkauft wird, muss niemand putzen. Dann geht es allein darum, dass das Grundstück begehbar und einschätzbar ist.
  • Kernsanierungsobjekt. Böden, Bäder und Tapeten fliegen ohnehin raus. Hier reicht leer und besenrein, alles Weitere ist verschenktes Geld.
  • Verkauf an Bauträger oder Investor. Wer beruflich kauft, rechnet mit Zahlen, nicht mit Fotos. Der Räumaufwand wird sachlich abgezogen, der Verkaufsschmuck bringt hier wenig.

Bei der kostenlosen Besichtigung sagen wir Ihnen offen, in welche Kategorie Ihr Objekt fällt. Auch dann, wenn die Antwort gegen einen Auftrag spricht.

Was passiert mit Möbeln, Papieren und Wertsachen?

Gerade bei geerbten Häusern ist das die eigentliche Sorge, und sie ist berechtigt. Deshalb arbeiten wir hier nach festen Regeln:

  • Persönliches wird nicht entsorgt. Papiere, Fotos, Urkunden und Wertsachen sortieren wir aus und übergeben sie dem Auftraggeber gegen Quittung.
  • Was jemand behalten möchte, wird vorher markiert. Kleben Sie einen Zettel dran oder zeigen Sie es uns bei der Besichtigung. Was markiert ist, bleibt stehen.
  • Gut Erhaltenes wird angerechnet, nicht weggeworfen. Das steht schwarz auf weiß im Angebot und senkt Ihren Preis.
  • Nichts verschwindet unbemerkt. Bei einer Erbengemeinschaft halten wir vorher schriftlich fest, was geräumt wird und was stehen bleibt. So haben alle Beteiligten denselben Stand, auch die, die nicht anreisen können.

Wenn mehrere Erben beteiligt sind: Klären Sie vor dem Räumtermin, wer beauftragt und wer was behalten möchte. Das ist die häufigste Ursache für Verzögerungen, und sie lässt sich mit einem Telefonat vermeiden. Eine Schritt-für-Schritt-Hilfe dafür steht in unserer Checkliste zur Haushaltsauflösung.

Wohin mit dem, was übrig bleibt? Der Weg in der Nordoberpfalz

Ein ganzes Haus lässt sich nicht über den kommunalen Sperrmüll entsorgen. Die kommunalen Wege sind für Privathaushalte in üblichem Umfang gedacht. Der Landkreis Tirschenreuth schließt Haushaltsauflösungen von der Abholung ausdrücklich aus, und auch in Weiden und im Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab stoßen Sie mit einem Hausstand schnell an die Mengengrenzen. Was der amtliche Weg in Weiden hergibt und wo er endet, steht im Ratgeber Sperrmüll in Weiden anmelden.

Der reguläre Weg für größere Mengen führt über die Müllumladestation des ZMS in Weiden. Für gemischten Entrümpelungsabfall gilt dort ab 100 kg nach der seit dem 01.01.2026 geltenden Preisliste des ZMS ein Satz von 260,61 € brutto je Tonne, für Gewerbe und Private gleichermaßen. Kleinmengen unter 100 kg werden pauschal mit 15 € brutto abgerechnet. Kommunale Gebühren und Annahmebedingungen ändern sich, prüfen Sie den aktuellen Stand im Zweifel direkt beim Entsorger.

Zwei Punkte, an denen es in der Praxis hakt:

  • Sondermüll nehmen wir nicht mit. Farben, Lacke, Altöl und Leuchtstoffröhren sind gefährliche Abfälle, deren gewerbliche Beförderung eine eigene Erlaubnis verlangt. Wir sortieren sie sauber aus, stellen sie bereit und nennen Ihnen die richtige Annahmestelle, meist die Schadstoffsammlung oder den Wertstoffhof. Dorthin bringen dürfen Sie Ihre eigenen Altbestände selbst.
  • Papierform für den Verkauf. Auf Wunsch erhalten Sie die Übernahmebelege unserer Entsorgungsbetriebe. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn eine Erbengemeinschaft oder ein Notar nachvollziehen will, was mit dem Inventar passiert ist.

Wie spielt das mit Makler und Gutachter zusammen?

Wir räumen und reinigen, wir verkaufen nicht. Das ist bewusst getrennt.

Makler und Gutachter sind für uns unabhängige Partner. Die Wahl liegt allein bei Ihnen, wir verdienen an einer Vermittlung nichts, und wer bei uns räumen lässt, geht keinerlei Bindung ein. Wie die Abstimmung mit einem Makler praktisch läuft, steht auf unserer Seite zum Partner-Netzwerk.

Steht ein Wertgutachten an, gilt dieselbe Reihenfolge wie beim Fototermin: erst räumen, dann bewerten. Ein Gutachter beurteilt, was er sieht, und ein zugestellter Keller ist schwerer einzuschätzen als ein leerer.

Wenn Sie es abgeben möchten: so läuft es bei uns

Wir übernehmen den ganzen Weg aus einer Hand: räumen und entsorgen, gründlich reinigen, Garten und Hof herrichten. Ein Ansprechpartner, ein Termin, ein Preis, statt vier Firmen zu koordinieren. Eine Übersicht speziell für den Verkaufsfall finden Sie unter Haus verkaufsfertig machen.

  1. Sie melden sich, per Telefon, WhatsApp oder E-Mail, und schildern kurz das Objekt und Ihren Zeitplan.
  2. Kostenlose Besichtigung. Wir sehen uns Haus und Grundstück an, Termine gehen auch abends und samstags. Wohnen Sie weiter weg, klären wir den Zugang über Schlüsselübergabe oder Ihren Makler.
  3. Schriftlicher Festpreis für genau das vereinbarte Ziel. Verwertbares ist darin bereits angerechnet.
  4. Wir arbeiten das Objekt durch und übergeben es in dem Zustand, der vereinbart war. Sie müssen nicht dabei sein.

Auf Ihre Anfrage melden wir uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Erreichbar sind wir Montag bis Samstag von 5:30 bis 19:30 Uhr, telefonisch unter 0160 1898886. Sonntags ist unser Betrieb geschlossen, per Telefon, WhatsApp und E-Mail erreichen Sie uns trotzdem.

Unser Kerngebiet ist die Nordoberpfalz, also Weiden i.d.OPf. und die Landkreise Neustadt a.d. Waldnaab und Tirschenreuth. Bei größeren Objekten fahren wir auch weiter, das klären wir aber immer vorab im Einzelfall.

Steht der Fototermin Ihres Maklers schon fest? Dann sagen Sie uns das Datum. Wir planen rückwärts und sagen Ihnen bei der Besichtigung ehrlich, was bis dahin zu schaffen ist. Ein Anruf unter 0160 1898886 genügt.

MH

Mike Hildebrandt

DirektErledigt · Weiden i.d.OPf.

Dieser Artikel stammt aus der täglichen Praxis von DirektErledigt in Weiden i.d.OPf. und der Nordoberpfalz.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen.

Was kostet es, ein ganzes Haus zu entrümpeln?
Für ein mittleres Haus mit 120 bis 180 m² liegt der Anhaltswert bei 3.300 bis 4.500 € einschließlich Entsorgung. Das ist eine Orientierung, kein Angebot. Verbindlich ist allein der schriftliche Festpreis nach der kostenlosen Besichtigung. Der Mindestauftragswert liegt bei 350 €.
Wie lange dauert es, bis ein Haus verkaufsfertig ist?
Das hängt an Füllgrad, Größe und Grundstück. Den Zeitplan legen wir bei der kostenlosen Besichtigung gemeinsam fest, und was wir dort zusagen, steht im Angebot. Steht ein Fototermin oder eine Besichtigung schon fest, sagen Sie uns das Datum, dann planen wir rückwärts.
Muss ich vorher selbst aussortieren?
Nein. Sie müssen nichts vorsortieren und nichts trennen, das übernehmen wir vor Ort. Sinnvoll ist nur, alles zu markieren oder beiseitezustellen, was behalten werden soll. Papiere, Fotos und Wertsachen sortieren wir ohnehin aus und übergeben sie gegen Quittung.
Bekomme ich einen Beleg über die Entsorgung?
Auf Wunsch erhalten Sie die Übernahmebelege unserer Entsorgungsbetriebe. Das ist vor allem bei Erbengemeinschaften und bei Gewerbeobjekten sinnvoll, weil damit nachvollziehbar ist, wohin das Inventar gegangen ist.
Wir haben das Haus geerbt und wohnen weit weg. Geht das trotzdem?
Ja, das ist bei uns eher der Regel- als der Ausnahmefall. Den Zugang klären wir über eine Schlüsselübergabe oder über Ihren Makler, die Abstimmung läuft per Telefon und E-Mail. Was geräumt wird und was stehen bleibt, halten wir vorher schriftlich fest, damit alle Beteiligten denselben Stand haben.

Die genannten Beträge sind Anhaltswerte aus der Praxis und kein Angebot. Verbindlich ist allein der schriftliche Festpreis nach der kostenlosen Besichtigung. Aussagen zum erzielbaren Verkaufserlös sind Erfahrungswerte und keine Zusage. Kommunale Gebühren und Annahmebedingungen ändern sich, prüfen Sie sie im Zweifel beim jeweiligen Entsorger. Alle Angaben in diesem Ratgeber sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Aus der Region, für die Region

Entrümpelung in Weiden und der Nordoberpfalz

Wir sind ein regionaler Betrieb mit festem Ansprechpartner. Von Weiden aus sind wir schnell in der ganzen Nordoberpfalz vor Ort. Die Anfahrt steckt im Festpreis, den Sie nach der kostenlosen Besichtigung schriftlich in der Hand halten.

Kontakt

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was ansteht.

Kurz beschreiben, was erledigt werden soll. Sie erhalten in der Regel innerhalb von 24 Stunden eine klare Einschätzung. Termine vor Ort gehen auch abends und samstags.

Diskret und respektvoll. Gerade bei Nachlässen wissen wir, was das bedeutet.

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